Hilfe zur Erziehung

Die Erziehungsbeistandschaft ist die geschichtlich älteste Hilfe zur Erziehung. An ihr kann man exemplarisch den Wandel der Fürsorge hin zur Unterstützung und Anwendung des modernen Kinder- und Jugendhilferechts erkennen. Dieses Recht und die Wünsche der Kinder und Jugendlichen, sowie die Mitwirkung der Familie und die Förderung der Eigeninitiative, sind fester Bestandteil in der Ausführung der Hilfe.

Die Erziehungsbeistandschaft ist in der Praxis freiwillig und wird auf Antrag der Sorgeberechtigten eingeleitet, der Betreuungshelfer wird auf Anordnung des Jugendgerichtes tätig.

Inhalt des Gesetzestextes: "Der Erziehungsbeistand und der Betreuungshelfer sollen das Kind oder den Jugendlichen bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen möglichst unter Einbeziehung des sozialen Umfelds unterstützen und unter Erhaltung des Lebensbezugs zur Familie seine Verselbständigung fördern."

Dies umreißt das Aufgabengebiet und die Basis der Durchführung der Hilfe. Das Kind oder der Jugendliche wird als Einzelperson wahrgenommen, ernst genommen und gleichzeitig in seiner Verbindung zu seinem familiären oder sozialen Umfeld gesehen und dementsprechend behandelt.